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Ben Smith & eneloop

Ich war schon immer ein Minimalist. Nicht unbedingt im künstlerischen Sinne, sondern eher in Bezug auf den Lebensstil: Ich meide Zeug, Ausrüstung, Equipment, Habseligkeiten und alles, was überflüssig ist. Diese Tendenz hat sich im Laufe der Zeit verstärkt: Je älter ich werde, desto weniger Zeug will ich haben und desto reduzierter muss alles sein. Irgendetwas in meinem Inneren zwingt mich dazu – und ich habe dabei fast kein bewusstes Mitspracherecht -, die Dinge auf das absolut Notwendige zu reduzieren, so als würde sich jedes überflüssige Durcheinander um mich herum als überflüssiges Durcheinander in meinem armen, überforderten Gehirn manifestieren. Das bedeutet, dass ich wirklich gut darin bin, alles Unwichtige loszulassen und aus dem Minimum das Maximum herauszuholen. Da sich diese Philosophie auf alle Aspekte meines Lebens erstreckt, ist es nicht verwunderlich, dass ich sie auch auf meine Fotografie anwende. Einer der Vorteile davon ist, dass ich im Laufe der Jahre ein Vermögen gespart habe, denn ich war noch nie jemand, der gerne Ausrüstung kauft. Das auf dem Bild ist so ziemlich meine gesamte Ausrüstung und das schon seit vielen Jahren.

Ich kenne aber Freunde und Kollegen, die seit Jahrzehnten Kameras und andere Ausrüstungsgegenstände gekauft haben und sich nie dazu durchringen konnten, etwas davon zu verkaufen. Ich weiß nicht, wo sie das Zeug aufbewahren, aber ich könnte mir vorstellen, dass es bei ihnen zu Hause oder in ihrem Studio einen Raum oder einen Schrank gibt, der bis unter die Decke mit Kameraausrüstung vollgestopft ist, die sie seit Jahren nicht mehr herausgeholt haben. Ich dagegen kann es nicht ausstehen, etwas zu besitzen, das ich nicht unbedingt brauche. Natürlich habe ich im Laufe meiner fast drei Jahrzehnte als Fotograf zahlreiche Kameras besessen, aber wenn die Entscheidung für eine neue Kamera gefallen ist, sehe ich keinen Grund, die zu ersetzende Kamera zu behalten. Ich will sie dann verkaufen, und zwar sofort.

Dieses zugegebenermaßen etwas zwanghafte Verhalten lege ich auch bei meiner Beleuchtungsausrüstung an den Tag. Obwohl ich seit vielen Jahren mit Porträtaufnahmen meinen Lebensunterhalt verdiene, besitze ich keine Studioblitze. Wie viele andere Fotografen ziehe ich es vor, sie bei Bedarf zu mieten, damit ich sie zurückgeben kann, sobald der Auftrag erledigt ist. Ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie befriedigend es für jemanden mit meiner besonderen Art von Zwangsneurose ist, wenn ich, nachdem ich die schwere, unhandliche Ausrüstung losgeworden bin, den Verleih mit nichts anderem als meiner treuen Kameratasche verlasse, in der sich dieselbe reduzierte Ausrüstungsliste befindet (siehe Bild), die ich seit über zwanzig Jahren benutze.

Unter den wenigen Gegenständen, die ich mit mir führe, auch ein Blitzgerät befindet, das natürlich von einem Satz eneloop pro AA-Akkus betrieben wird. Neben einem guten Kameragehäuse und einem Objektiv mit fester Brennweite ist es das unverzichtbarste Utensil, das man besitzen kann. Er ist klein, leicht und kompakt, aber dennoch leistungsstark genug, um eine Vielzahl von fotografischen Lichtsituationen zu bewältigen. Man muss weder ein schweres Netzteil mit sich herumschleppen, noch braucht man eine Steckdose (die man am Strand, auf einem Feld oder in der Wüste nicht so leicht findet). Man kann ein Porträt sehr gut mit einem einzigen Blitzgerät auf einem Stativ und einer Art Modifikator, wie z. B. einer kleinen Softbox davor, ausleuchten, wie ich es schon oft getan habe. Nehen Sie ein zweites Blitzgerät, ein Stativ und eine Lichtbox hinzu und Sie haben ein tragbares Beleuchtungssetup, das in den meisten Fällen perfekt funktioniert.

Selbst mit nur einem Blitzgerät, das Sie von der Kamera aus in der Hand halten und wenn Sie ein TTL-Kabel verwenden, damit Blitz und Kamera miteinander kommunizieren können, lassen sich erstaunliche Ergebnisse erzielen – egal, ob Sie es als Aufhellblitz bei grellem Sonnenlicht verwenden oder ob es von einer Wand oder der Decke zurückgeworfen wird, um das Umgebungslicht in einem ansonsten schummrigen Innenraum zu verstärken. Brauchen Sie etwas, um das Licht weicher zu machen? Kaufen Sie eine Packung Zigarettenpapier und kleben Sie eines davon als Ad-hoc-Diffusor an die Vorderseite des Blitzgeräts. Legen Sie ein weiteres oben drauf, um den Effekt zu verstärken. Und mit den eneloop pros, die das Gerät mit Strom versorgen – so wie sie es bei mir seit etwa sechs Jahren tun – werden Sie mehrere Speicherkarten mit hoher Kapazität mit Bildern füllen, lange bevor Ihrem Blitzgerät der Saft ausgeht. In diesem Fall haben Sie natürlich einen voll aufgeladenen Reservesatz von eneloops zur Hand.

Neben dem Vorteil der Tragbarkeit und der Einfachheit hat dieser Ansatz noch eine andere, viel wichtigere Funktion: Er ermöglicht es Fotografen, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren: nämlich das volle Ausmaß ihrer Fähigkeiten und ihrer Kreativität zu nutzen, um ein überzeugendes Bild zu machen, ohne von unnötiger Ausrüstung abgelenkt zu werden.